Allgemeine Geschäftsbedingungen
(Auszug aus dem Österreichischen Hotelreglement)
 

Rechte und Pflichten aus dem Beherbergungsvertrag

1. Zustandekommen des Beherbergungsvertrages

Der Beherbergungsvertrag kommt in der Regel durch die Annahme der schriftlichen oder mündlichen Bestellung des Gastes durch den Beherberger zustande. Wesentlich ist die Willensübereinstimmung der Vertragspartner.
 

2. Anzahlung

Der Beherberger kann für Bestellungen eine Anzahlung verlangen. Die Anzahlung ist binnen der gesetzten Frist zu leisten. Andernfalls wird angenommen, dass der Gast vom Beherbergungsvertrag zurückgetreten ist.

Die Höhe der Anzahlung richtet sich nach dem Ausmaß der vereinbarten Leistung. Das Minimum beträgt den Gegenwert für eine Nächtigung. Der Beherberger kann auch die Vorauszahlung des gesamten Entgelts verlangen.

Der Beherberger hat die Räume bis 18 Uhr des Ankunftstages reserviert zu halten.

Hat der Gast jedoch eine Anzahlung geleistet, so bleiben dagegen die Räume für mindestens die dem Ankunftstag folgende Nacht reserviert.
 

3. Stornierung des Beherbergungsvertrages

Bis spätestens drei Monate vor dem vereinbarten Ankunftstag des Gastes kann der Beherbergungsvertrag von beiden Vertragspartnern durch einseitige Erklärung aufgelöst werden.
Die Stornoerklärung muss bis spätestens drei Monate vor dem vereinbarten Ankunftstag des Gastes in den Händen des Vertragspartners sein.

Bis spätestens einen Monat vor dem vereinbarten Ankunftstag des Gastes kann der Beherbergungsvertrag von beiden Vertragspartnern durch einseitige Erklärung aufgelöst werden, es ist jedoch eine Stornogebühr im Ausmaß des Wohnungspreises für drei Tage zu bezahlen. Die Stornoerklärung muss bis spätestens einen Monat vor dem vereinbarten Ankunftstag des Gastes in den Händen des Vertragspartners sein.
 

4. Nichtbereitstellung der gemieteten Räume

Der Beherberger ist verpflichtet, bei Nichtbereitstellung der gemieteten Räume dem Gast Schadenersatz zu leisten.
 

5. Nichtinanspruchnahme bereitgestellter Leistungen

Auch wenn der Gast die bestellten Räume bzw. die Pensionsleistung nicht in Anspruch nimmt, ist er dem Beherberger gegenüber zur Bezahlung des vereinbarten Entgelts verpflichtet. Der Beherberger muss jedoch in Abzug bringen, was er durch anderweitige Vermietung der bestellten Räume erhalten hat. Nach den Erhebungen des Fachverbandes des Beherbergungsbetriebs werden in den meisten Fällen die Ersparungen des Betriebes infolge des Unterbleibens der Leistung 20 Prozent des Zimmerpreises sowie 30 Prozent des Verpflegungspreises betragen.

Dem Beherberger obliegt es, sich um eine anderweitige Vermietung der nicht in Anspruch genommenen Räume den Umständen entsprechend zu bemühen (§1107 ABGB). Beherberger, die nur Zimmer mit Frühstück vermieten, refundieren dem Gast, der das Frühstück nicht in Anspruch nimmt, nichts von dem vereinbarten Preis.
 

6. Beendigung des Beherbergungsvertrages

Wurde der Beherbergungsvertrag auf unbestimmte Zeit abgeschlossen, so können die Vertragspartner den Vertrag bei Einhaltung einer Kündigungsfrist von drei Tagen jederzeit lösen. Die Kündigung muss den Vertragspartner vor 10 Uhr erreichen, ansonsten gilt dieser Tag nicht als erster Tag der Kündigungsfrist, sondern erst der darauffolgende Tag.
 

7. Gerichtsstand

Für alle Streitigkeiten aus dem Beherbergungsvertrag wird das für den Beherbergungsbetrieb sachlich und örtlich zuständige Gericht vereinbart.